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PII-Erkennung

Der Menüpunkt Erkennung (PII) bündelt zwei Registerkarten: „Wörterlisten“ (/system/pii/wordlists) und „Lernvorschläge“ (/system/pii/review-queue). Beide wirken installationsweit auf alle Mandanten.

Die PII-Erkennung (automatisches Auffinden personenbezogener Daten) stützt sich je Sprache auf Wörterlisten — z. B. Vornamen, Straßen-Suffixe, Anreden, Grußformeln. Ausgeliefert werden Datei-Standards; Ihre Änderungen werden als DB-Override darübergelegt.

Wörterlisten-Übersicht mit Quelle-Badges

Die Tabelle zeigt je Sprache: Sprache, Quelle, Einträge, Aktualisiert, Aktionen. Die Quelle-Badges bedeuten:

Badge Bedeutung
Nur Datei Es gilt der ausgelieferte Standard; keine Anpassungen.
DB + Datei Ihre Anpassungen überlagern den Standard.
Nur DB Die Liste existiert nur als Anpassung (kein Datei-Standard).

Aktionen je Zeile: Bearbeiten (öffnet den Editor), JSON herunterladen, JSON hochladen und Auf Default zurücksetzen (entfernt die Anpassung; zweistufig mit Bestätigung).

Bearbeiten öffnet den Editor (/system/pii/wordlists/{sprache}):

Wörterlisten-Editor mit Sektionen

Oben die Aktionsleiste: Validieren (Trockenlauf ohne Speichern), Speichern (aktiv, sobald Änderungen vorliegen — ein Badge „Ungespeicherte Änderungen“ erinnert daran) und Neu laden (verwirft Änderungen nach Rückfrage). Änderungen greifen beim Speichern sofort für alle Mandanten (Hot-Reload, kein Neustart nötig).

Der Inhalt ist in Sektionen gegliedert (linke Navigation mit Eintragszählern):

Sektion Inhalt
Personennamen Vor-/Nachnamen-Listen und NameExclusions (Wörter, die nie als Namensteil erkannt werden).
Adressen Straßen-Suffixe, Städte (Stand-alone-Ortserkennung), Adress-Vokabular.
Anreden Wort-Sequenzen wie „Sehr geehrter Herr“, die als zusammenhängende Anrede erkannt werden.
Grußformeln Formeln, die einen Signaturblock einleiten („mit freundlichen Grüßen“).
E-Mail-Header Header-Schlüsselwörter („From:“, „Von:”, „To:“) für die Erkennung in E-Mail-Ausdrucken.
Postprocessing Nachbearbeitungs-Vokabular der Erkennungsläufe.
Detektor-Vokabulare Vokabulare der Namens-/Betrags-/ID-Detektoren; Einträge überschreiben den eingebauten Standard additiv.
Institutionen & Firmen Marker und Grenzen der Firmen-/Behörden-Erkennung.
Erweitert Custom-Regex-Patterns und Key-Value-Regeln (siehe unten).

Jede Einzelliste bietet ein Eingabefeld („Neuer Eintrag, Enter zum Hinzufügen“), einen Filter, einen Sortier-Umschalter (A→Z/Eingabereihenfolge) und das Entfernen per Klick auf das × eines Eintrags. Die Registerkarte JSON zeigt den Rohinhalt nur lesend an; die Registerkarte Diff (bei vorhandener Anpassung) stellt Hinzugefügtes und Entferntes gegenüber dem Standard dar.

Beispiel — regionale Vornamen ergänzen: Ein Mandantenstamm mit vielen türkischen Namen? Öffnen Sie die Sektion Personennamen → Liste FirstNames, tippen Sie die Namen ein (Enter fügt hinzu) und klicken Sie Speichern — ab dem nächsten Erkennungslauf werden die Namen installationsweit gefunden.

In der Sektion Erweitert definieren Sie eigene reguläre Ausdrücke, die die PII-Erkennung zusätzlich anwenden soll — z. B. für Personalnummern oder interne Aktenzeichen. Je Pattern: Name, Regex (mit Live-Syntaxprüfung), Score (0–1, Vorgabe 0,80 — die Konfidenz der Treffer), Kategorie und Sprachen (leer = alle).

Beispiel: Aktenzeichen der Form AZ-2026/0815 erkennen: Name Aktenzeichen, Regex \bAZ-\d{4}/\d{4}\b, Kategorie CaseNumber, Sprachen de.

Ebenfalls unter Erweitert: Key-Value-Regeln erkennen beschriftete Werte in Formularen („Kundennummer: 12345“). Je Regel: Label, Kategorie, Wert-Regex, Richtung (right/left/above/below — wo der Wert relativ zum Label steht), Label-Synonyme, Soft-Trenner (z. B. „=“, „ist”), sowie Grenzwerte für Token-Anzahl und räumlichen Abstand.

Die Registerkarte Lernvorschläge sammelt Ortsnamen, die in Erkennungsläufen auftauchten, aber noch in keiner Wörterliste stehen:

Lernvorschläge mit Freigeben/Ablehnen

  • Erfasst werden ausschließlich nicht-personenbezogene geografische Begriffe — keine Namen, keine Mandanten-Identität (nur die Anzahl der Mandanten, bei denen der Begriff vorkam).
  • Filter nach Status (Offen/Freigegeben/Abgelehnt) und Sprache.
  • Freigeben übernimmt den Begriff in die globale Städte-Wortliste der Sprache (wirkt für alle Mandanten); Ablehnen parkt ihn dauerhaft. Bei entschiedenen Einträgen wird der Name des Prüfers angezeigt.