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Rollout für Administratoren

Diese Seite beschreibt, was serverseitig und in der Verteilung nötig ist, bevor der Print Agent flächendeckend zum Einsatz kommt.

Der Print Agent meldet sich über die Mobile-Schnittstelle des Docuflair Servers an. Relevante Servereinstellungen:

Einstellung Standard Bedeutung
Allow Mobile App Device Logon true Erlaubt die Geräteanmeldung — muss aktiv sein, sonst kann sich der Print Agent nicht anmelden.
OIDC Enabled false Aktiviert die Anmeldung mit Microsoft-Konto (Entra ID).
OIDC Tenant Id / OIDC Client Id (leer) Werte aus der Entra-App-Registrierung (siehe unten).
OIDC Allowed Domains (leer) Optionale, kommagetrennte Liste erlaubter UPN-Domänen (firma.com,tochter.com); leer = alle.
Mobile Access Token Lifetime Minutes 60 Gültigkeitsdauer der Zugriffs-Token. Kürzer = Sperrungen wirken schneller; 60 Minuten sind für die meisten Umgebungen passend.

Ob die Schnittstelle korrekt konfiguriert ist, prüfen Sie von außen:

Terminal-Fenster
curl https://print.example.com/api/Mobile/AuthInfo

Die Antwort zeigt, welche Anmeldeverfahren aktiv sind (PasswordEnabled, OidcEnabled).

Für die Anmeldung mit Microsoft-Konto legen Sie im Entra Admin Center eine App-Registrierung an:

  1. App registrations → New registration, Name z. B. „Docuflair Print Agent“.
  2. Supported account types: in der Regel „Accounts in this organizational directory only“.
  3. Redirect URI: Typ Public client/native (mobile & desktop), URI http://localhost.
  4. Nach dem Anlegen Application (client) ID und Directory (tenant) ID notieren — das sind OIDC Client Id und OIDC Tenant Id in Docuflair.
  5. Unter Authentication → Advanced settings: Allow public client flows = Yes (sonst schlägt der Anmeldefluss fehl).
  6. API permissions: die Standardberechtigung User.Read (delegiert) genügt.

Anschließend die OIDC-Werte in den Docuflair-Servereinstellungen hinterlegen und über den AuthInfo-Aufruf (siehe oben) verifizieren.

Der Server ordnet die Microsoft-Anmeldung über den UPN zu: Für jeden Anwender muss ein Docuflair-Benutzer existieren, dessen Anmeldename dem UPN entspricht (z. B. über die LDAP-Synchronisation). Eine automatische Benutzeranlage gibt es nicht — unbekannte Anwender erhalten die Fehlermeldung „Unknown user“.

  • Windows: MSI per Intune/MDM im Systemkontext — Befehle, Erkennung und die Vorbelegung der Serveradresse beschreibt Installation unter Windows.
  • Linux: .deb/.rpm über die vorhandene Paketverteilung; Serveradresse per systemd-Drop-in, siehe Installation unter Linux.
  • macOS: .pkg per MDM (Pakete derzeit unsigniert — MDM-seitig zulassen), siehe Installation unter macOS.

Empfohlener Ablauf: erst ein Pilotgerät manuell aufsetzen, Testdruck und „An Docuflair senden“ bis in die Freigabe am Gerät verifizieren, das Pilotgerät in der Geräteverwaltung kontrollieren — dann flächig ausrollen.

Alle angemeldeten Print-Agent-Installationen erscheinen in der Docuflair-Verwaltung unter Connectors → Mobile-Geräte — mit Plattform, Agent-Version, Anmeldeverfahren (Microsoft oder Passwort) und dem Zeitpunkt der letzten Aktivität. Je Gerät stehen drei Aktionen zur Verfügung:

  • Sperren — das Gerät kann sofort keine Aufträge mehr hochladen und sich nicht neu anmelden (z. B. bei Geräteverlust); Aufträge zeigen dort Gerät gesperrt.
  • Entsperren — hebt die Sperre wieder auf.
  • Löschen — entfernt die Registrierung; beim nächsten Druckversuch ist eine Neuanmeldung nötig.

Die Spalte mit der Agent-Version zeigt zugleich, welche Geräte noch mit veralteten Versionen laufen.

Der Print Agent aktualisiert sich nicht selbst. Verteilen Sie neue Versionen über denselben Weg wie die Erstinstallation (MSI-Upgrade, Paketmanager, MDM) — Anmeldung und lokale Warteschlange bleiben dabei erhalten.