Sicherheit und Datenschutz
Grundprinzip
Abschnitt betitelt „Grundprinzip“- Der Print Agent baut ausschließlich ausgehende HTTPS-Verbindungen auf; der Server erreicht den Agenten nie. Eingehende Firewall-Freigaben sind nicht nötig.
- Der lokale Druckdaten-Eingang (Port 9100) ist fest an
127.0.0.1gebunden — andere Rechner im Netz können ihn nicht ansprechen. - Jedes Gerät ist über eine eigene Geräte-ID an die Anmeldung gebunden; entwendete Token sind auf einem anderen Gerät nicht verwendbar.
TLS-Zertifikatsprüfung
Abschnitt betitelt „TLS-Zertifikatsprüfung“Die Verbindung zum Server ist immer TLS-verschlüsselt (https:// ist Pflicht). Ab Werk ist die Zertifikatsprüfung jedoch deaktiviert (IgnoreServerCertificateErrors = true, im Dienst wie in der Statusleisten-App), weil viele On-Premises-Installationen mit selbstsignierten Zertifikaten arbeiten. Der Dienst protokolliert beim Start eine deutliche Warnung, solange die Prüfung aus ist.
Empfehlung: Sobald der Docuflair Server ein Zertifikat einer vertrauenswürdigen CA verwendet, die Prüfung aktivieren —
- im Dienst:
PrintAgent:IgnoreServerCertificateErrorsauffalse(perappsettings.Production.jsonoder Umgebungsvariable, siehe Konfigurationsreferenz), - in der Statusleisten-App: das entsprechende Kontrollkästchen im Einstellungsdialog deaktivieren.
Bei selbstsignierten Zertifikaten ist die sauberere Alternative, das Zertifikat in den Zertifikatsspeicher des Betriebssystems zu importieren und die Prüfung ebenfalls zu aktivieren. Zertifikats-Pinning wird derzeit nicht unterstützt.
Anmeldedaten und Token
Abschnitt betitelt „Anmeldedaten und Token“- Ihr Kennwort wird nicht gespeichert. Beim Microsoft-Login verlässt es den Browser nie; bei der Passwort-Anmeldung wird es einmalig verschlüsselt übertragen und serverseitig nur als Hash geprüft.
- Die Zugangs-Token liegen im Schlüsselspeicher des Betriebssystems: DPAPI (Windows), Schlüsselbund (macOS), Secret Service/GNOME Keyring (Linux).
- Ist kein Schlüsselspeicher verfügbar (z. B. Linux ohne Desktop/D-Bus), weicht der Agent automatisch auf eine unverschlüsselte Datei aus, die nur für den jeweiligen Benutzer lesbar ist (Modus
0600). - Beim Abmelden werden die lokalen Token gelöscht.
Gerätesperrung
Abschnitt betitelt „Gerätesperrung“Bei Verlust oder Diebstahl eines Geräts sperrt ein Administrator es unter Connectors → Mobile-Geräte (siehe Rollout). Der Server weist ab sofort alle Aufrufe des Geräts ab; der Agent versucht keine automatische Neuanmeldung. Über die Gültigkeitsdauer der Token (Mobile Access Token Lifetime Minutes) steuern Sie, wie schnell eine Sperrung spätestens greift.
Proxy-Zugangsdaten
Abschnitt betitelt „Proxy-Zugangsdaten“Zugangsdaten für einen expliziten HTTP-Proxy werden im Klartext gespeichert — in tray-settings.json (auf Linux/macOS automatisch auf Modus 0600 gesetzt) bzw. in appsettings.json/Umgebungsvariablen des Dienstes. Empfehlungen:
- Ein dediziertes Proxy-Konto mit minimalen Rechten verwenden, das nur den Docuflair Server erreichen darf — nicht das persönliche AD-Konto.
- Auf Linux/macOS ein Proxy-Kennwort im Dienst nicht in die weltlesbare
appsettings.jsonschreiben, sondern über ein systemd-Drop-in mit Modus0600setzen (Environment=DOCUFLAIR_PRINTAGENT__PROXYPASSWORD=…oderEnvironmentFile=).
Lokale Datenhaltung
Abschnitt betitelt „Lokale Datenhaltung“| Daten | Ablage | Aufbewahrung |
|---|---|---|
| Druckdaten bis zum Upload | Payloads-Ordner im Datenverzeichnis des Dienstes |
bis Erledigte entfernen in der Statusleisten-App (löscht auch die Kopien) |
| Auftragswarteschlange | queue.db (SQLite) |
übersteht Neustarts; Aufträge gelten erst nach bestätigtem Upload als erledigt |
| Logdateien | siehe Problembehandlung | täglich rollierend, 14 Tage |
Serverseitig sieht ein Administrator je Gerät Anmeldename, Plattform, Agent-Version und letzte Aktivität; mit dem Löschen des Geräteeintrags enden alle Zugriffe (DSGVO-Auskunft und -Löschung laufen damit über die Geräteverwaltung).
Rechte auf dem Endgerät
Abschnitt betitelt „Rechte auf dem Endgerät“- Der Dienst läuft unter Windows als
LocalSystem, unter Linux als gehärteter systemd-Dienst (ProtectSystem=strict,NoNewPrivileges, Schreibzugriff nur auf Spool- und Log-Verzeichnisse), unter macOS als LaunchDaemon. - Die Statusleisten-App läuft mit normalen Benutzerrechten; die lokale Verbindung zwischen App und Dienst ist auf den jeweiligen Rechner beschränkt.
