Vorverarbeitung

Die Vorverarbeitung bietet verschiedene Bildverbesserungsmethoden zur Verarbeitung von Bilddokumenten. Die Vorverarbeitung wird als erster Arbeitsschritt für einlangende Dokumente durchgeführt. Also vor jeder Erkennung nach Text oder Barcodes und vor dem Speichern von Ausgabedateien. Ist keine Vorverarbeitung gewünscht, sollte als Workflow-Typ Eingabe/Ausgabe gewählt werden. Die Vorverarbeitung erfolgt seitenorientiert, d.h. jede Seite wird unabhängig verarbeitet und hat keine Auswirkung auf andere Seiten.

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Flecken entfernen

Entfernt Flecken und durchscheinenden Hintergrund bei Seiten eines gescannten Dokumentes.

Mögliche Optionen sind:

Drehen/Spiegeln

Dreht und spiegelt die Seiten eines gescannten Dokumentes. Die Auswahlliste bietet eine Liste mit verschiedenen Möglichkeiten an. Diese Funktion sollte insbesondere für manche ältere Multifunktionsdrucker eingesetzt werden, die keine Informationen zur Seitenorientierung abspeichern und alles Seiten um 90° gedreht oder gespiegelt ablegen.

Die Funktion Automatisch drehen versucht mittels Texterkennung die Ausrichtung der Seite zu erkennen. Beachten Sie, dass die Erkennung von Text relativ zeitintensiv sein kann und dass durch Aktivierung die Verarbeitungsgeschwindigkeit reduziert werden kann.

Automatisch ausrichten versucht ein Ausrichten leicht schief gescannter Dokumente. Der maximale Korrekturwinkel beträgt 7° Grad.

Skalieren

Bietet die Möglichkeit Seiten eines gescannten Dokumentes zu vergrößern oder zu verkleinern. Der Wert 100 bedeutet, dass die Größe nicht verändert wird, alle anderen Angaben stehen für die Skalierung in Prozent.

Auflösung ändern

Ändert die Auflösung neu eingelangter Seiten eines Dokumentes. Diese Funktion ist nützlich, wenn Dokumente in zu hoher Auflösung übermittelt wurden, diese jedoch für die weitere Verarbeitung nicht benötigt wird. Wenn also zum Beispiel Dokumente mit 1200 dpi gescannt wurden und lediglich 300 dpi für ein PDF mit Texterkennung benötigt werden, ergeben sich durch eine Änderung der Auflösung folgende Vorteile:

Leerseiten erkennen

Die Funktion Leerseiten erkennen analysiert jede Seite eines Dokumentes einzeln, um festzustellen, ob eine Seite Informationen beinhaltet, oder ob diese komplett leer ist. Die Erkennung von Informationen erfolgt im Wesentlichen durch Abzählen von Bildpunkten, die nicht weiß sind. Wird ein bestimmter Weißanteil in Prozenten überschritten, gilt eine Seite als leer und wird entfernt. Die Konfiguration dieser Option kann anspruchsvoll sein, weil verschiedene Parameter berücksichtigt werden müssen, die Einfluss auf die weißen Pixel haben.

Zum Beispiel:

Blasse Schrift kann durch Kontrast und/oder Schwarztonerweiterung verstärkt werden. Hintergrundstörungen können meist mit den anderen Vorverarbeitungsoptionen eliminiert werden. Soll bei der Leerseitenerkennung explizit Scanränder und Lochungen berücksichtigt werden (d.h. von der Suche nach weißen Pixeln ausgeschlossen werden), dann müssen die entsprechenden Optionen Scan-Ränder berücksichtigen und Lochung berücksichtigen gesetzt werden.

Achtung: Falsche oder fehlerhafte Konfiguration dieser Option kann dazu führen, dass Seiten als leer erkannt und von der weiteren Verarbeitung ausgeschlossen werden.

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Linien entfernen

Wenn beim Scannen von Dokumenten horizontale und/oder vertikale Streifen auftreten, können diese mit dieser Option automatisch entfernt werden.

Lochung entfernen

Wird diese Funktion aktiviert, wird am Rand jeder Seite nach Lochungen gesucht und gegebenenfalls automatisch entfernt.

Schwarzton Erweiterung

Häufig werden Dokumente mit einer hohen Helligkeit gescannt oder über einen schlechten Algorithmus in Binärbilder umgewandelt. Dieses Verfahren führt zu wenig abgetasteten, unklaren Zeichen. Die Schwarzton Erweiterung kann die Darstellung der Zeichen optimieren.

Folgende Modi werden unterstützt:

Schriften erodieren

Manchmal erscheinen Schriftzeichen in Dokumenten dick und ihre Merkmale undeutlich, z.B. wenn beim Drucken zu viel Tinte verwendet wurde. Dies ist in der Regel das Ergebnis wiederholten Scannens und Druckens des Dokuments, insbesondere bei Verwendung der niedrigen Einstellung wie DPI. Die Funktion kann helfen, um derartige Problem zu beheben.

Folgende Modi werden unterstützt:

Bild in Negativ umwandeln

Speziell ältere Scanner generieren manchmal TIFF-Bilddateien, die schwarze Pixel als Weiß darstellen und umgekehrt. Diese Funktion erzeugt ein Negativ, indem alle Pixel invertiert werden.

Farbumwandlung

Ändert beziehungsweise reduziert das Farbmodell und wandelt zum Beispiel farbige Eingangsdokumente in Schwarz/weiß-Bilder um. Wenn also zum Beispiel keine Farbe in den Ausgabedokumenten benötigt wird und ein PDF mit Texterkennung benötigt werden, ergeben sich durch die Farbumwandlung folgende Vorteile:

Kantenverbesserung

Durch Aktivierung dieser Funktion können die Übergänge von Kanten verbessert werden.

Schwarze Ränder entfernen

Wird eine gescannte Vorlage auf einer oder mehreren Seiten von dunklen Rändern abgegrenzt, wurde entweder das Dokument nicht an die exakte Scanfläche aufgelegt, schief eingelegt oder der gescannte Bereich war größer als die zu scannende Seite. Mit dieser Funktion können dunkle Ränder im Außenbereich einer Seite automatisch entfernt werden.

Kontrast ausdehnen

Diese Einstellung optimiert automatisch den Kontrast für jede Seite des gescannten Dokumentes.

Kontrast, Helligkeit, Sättigung, Gamma

Helligkeit, Sättigung und Kontrast sind typische Funktionen der Bildbearbeitung. Weiterführende Informationen finden Sie zum Beispiel auf der Seite Webkompetenz. Informationen zur Gamma-Korrektur finden Sie unter anderem auf der Wikipedia.